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Facebook – Hype oder Chance?

 

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Heiko Haller
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Facebook – Hype oder Chance?

In welcher Ecke des Internets man sich auch rumtreibt, überall stößt man auf Facebook. Ob es nun der obligatorische Daumen-Hoch-Button ist oder ob einen Freunde, Bekannte oder völlig fremde Personen mit Links zu Facebook bombardieren – an Facebook scheint kein Weg vorbei zu führen.

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Die Meinungen zu Facebook sind kontrovers: Die einen sehen mit blankem Entsetzen Datenschutzgesetze verletzt, die anderen scheinen ohne Facebook nicht mehr leben zu können und wollen ihr Leben der ganzen Welt, jedoch mindestens ihren Freunden und Bekannten kundtun. Doch was ist Facebook eigentlich wirklich und warum ist es für Online-Marketing-Maßnahmen interessant?

Jeder mit jedem

Aus Sicht der Nutzer ist Facebook ein sogenanntes Social Network, d.h. es ermöglicht die soziale Vernetzung von Menschen über das Internet. Jeder kann sich dort präsentieren, seine Vorlieben angeben und v.a. – und davon lebt die Vernetzung – andere Facebook-Nutzer als Freunde ausweisen. Facebook unternimmt viel, um die Nutzer bei Laune zu halten und auch weitere Verknüpfungen und somit eine Ausweitung der Vernetzung zu forcieren. Berühmtes Beispiel dafür ist die Möglichkeit, sein Mail-Adressbuch bei Facebook zu hinterlegen. Facebook macht dies nicht (nur), um dem Nutzer Komfort zu bieten, sondern um einerseits solche Mail-Adressen anzuschreiben und somit neue Nutzer zu gewinnen und andererseits um neuen Nutzern bei der Anmeldung gleich eine Auswahl möglicher Freunde zu präsentieren, mit denen sie sich vernetzen könnten.

Ausstieg schwer gemacht

So manchem ist es schon zu viel geworden. Doch wer aussteigen möchte, wird von Facebook auf sehr subtile Weise daran gehindert: Eine Galerie von Freunden blickt einen gefühlt vorwurfsvoll an, ob man sie denn nun wirklich verlassen möchte – als gäbe es außerhalb von Facebook keine Welt mehr. So kommt schnell ein Gefühl der Vereinsamung auf.

Und das soll gut sein?

Für das Online-Marketing lautet die Antwort ganz klar: Ja. Wie die Menschen Facebook nutzen, bleibt ihnen selbst überlassen. Aber die wenigsten denken über mögliche Konsequenzen nach und nutzen Facebook sehr intensiv. So intensiv, dass in den USA die tägliche Nutzung die von Google übersteigt. Facebook sammelt dabei Daten über die Nutzer, die Nutzung, die Verknüpfungen zu anderen und seit einiger Zeit auch über die Nutzung von völlig fremden Websites (der "Like"-Button macht's möglich). Dies ist natürlich eine hervorragende Basis für eine zielgruppengenaue Ansprache der Nutzer und bietet somit wirklich tolle Möglichkeiten, für sich zu werben.

Goldgräberstimmung

Das, was vor 10 Jahren die Chance für Werbetreibende bei Google war, ist heute die Chance bei Facebook. In der Tat sind trotz zweier völlig unterschiedlicher Konzepte etliche Parallelen erkennbar. So haben beide Internetriesen es geschafft, die Nutzer in eine Art Abhängigkeitsverhältnis zu bringen. Weder an Google noch an Facebook führt ein Weg in der Internetnutzung vorbei. Das bietet natürlich erhebliches Marketing-Potenzial. Insbesondere die Tatsache, dass Facebook für viele Unternehmen noch neu ist und auch der Ansatz ein völlig anderer ist, den nicht wenige Werbetreibende erst noch verstehen müssen, verhilft denjenigen, die Facebook früh in ihre Marketing-Strategie integrieren, zu jenen Erfolgen, wie sie seinerzeit mit AdWords spielend einfach möglich waren.

Natürlich ist die Zeit inzwischen eine andere als damals zwischen 2001 und 2006, als praktisch jede AdWords-Werbung Erfolg bedeutete. Damals war Online-Marketing noch eine exotische Werbeform, die in den Köpfen der meisten Marketing-Verantwortlichen kaum eine Rolle spielte. Nur wenige hatten die wahre Chance erkannt und erfolgreich ergriffen. Mit Facebook wird es sich ähnlich verhalten, nur dass Online-Marketing heute eben nicht mehr exotisch ist, sondern den klassischen Kanälen teilweise den Rang bereits abgelaufen hat - auch in den Köpfen der Marketing-Verantwortlichen.

Das bedeutet, dass die Phase des Goldgrabens deutlich kürzer sein wird. Hier gilt es, früh dabei zu sein, um von dem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis zu profitieren. Aber auch später wird dieser Kanal – wie AdWords auch – ein wesentlicher Bestandteil in der Marketing-Strategie sein müssen. Eben weil für die Nutzer – und damit die Zielgruppe – kein Weg an Facebook vorbei führen wird.

Heiko Haller
Geschäftsführer


Heiko Haller ist seit 2000 Inhaber und Geschäftsführer der Internet-mit-IQ GmbH. Seit 2003 setzt er den Schwerpunkt auf Online-Werbung und Online-Marketing und hat damit das Unternehmen zu einer der größten inhabergeführten Online-Marketing-Agenturen Deutschlands gemacht. Durch sein Ideenreichtum, seine Weitsicht und seine einzigartige Art, die Spreu vom Weizen trennen zu können, hat Heiko Haller sein Unternehmen zu etwas Besonderem gemacht, das seit mehr als einem Jahrzehnt Bestand hat und erfolgreich ist.

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